Licht, das Möbel besser macht

Möbelbeleuchtung ist mehr als „hell oder dunkel“: Sie sorgt für Orientierung, setzt Materialien hochwertig in Szene und macht Arbeitsbereiche funktionaler. Ob indirektes Licht im Wohnraum, LED-Licht in der Küche oder perfekt ausgeleuchtete Schränke – die richtige Lichtfarbe und Platzierung entscheidet darüber, wie angenehm ein Raum wirkt und wie gut Sie im Alltag arbeiten.
Wenn Sie Beleuchtung direkt in Maßmöbel integrieren möchten, lohnt sich eine frühe Planung – idealerweise schon bei der Möbelauswahl und in der CAD-Planung.

Warmweiß, Neutralweiß, Kaltweiß: der Unterschied

Die Lichtfarbe wird in Kelvin (K) angegeben. Je niedriger der Kelvin-Wert, desto wärmer und gemütlicher wirkt das Licht.

Möbelbeleuchtung Warmweiß LED

Warmweiß

Warmweiß wirkt wohnlich, weich und entspannend. Es betont eine gemütliche Atmosphäre und lässt Holz und warme Materialien besonders harmonisch wirken.

ca. 2.700–3.000 K

Holzschneidebrett mit geschnittenen Kiwischeiben, halbierter Orange, Erdbeeren, grünen Trauben, Blaubeeren und einem Messer mit schwarzem Griff auf dunkler Arbeitsfläche. Beleuchtung Neutralweiß

Neutralweiß

Neutralweiß ist sachlicher und klarer – ohne „kalt“ zu wirken. Es eignet sich hervorragend für Bereiche, in denen man sehen, arbeiten oder Ordnung halten möchte (Kochen, Ankleide, Büro).

ca. 3.500–4.000 K

Holzschneidebrett mit geschnittenen Kiwischeiben, Erdbeeren, Blaubeeren, grünen Trauben, einer Orangenscheibe und einem Messer mit schwarzem Griff auf dunkler Oberfläche Beleuchtung Kaltweiß

Kaltweiß

Kaltweiß wirkt sehr hell, frisch und technisch. Es unterstützt Konzentration und Sichtbarkeit, kann im Wohnbereich aber schnell ungemütlich wirken, wenn es zu dominant eingesetzt wird.

ca. 5.000–6.500 K

Welches Licht für welchen Bereich?

Hier eine praxistaugliche Orientierung – je nach Raum und Aufgabe:

Wohnbereich (Wohnzimmer, Essbereich, offene Wohnküche)

Empfehlung: Warmweiß (2.700–3.000 K)
Warum: gemütliche Stimmung, angenehme Abendwirkung. Ideal für indirekte Beleuchtung hinter Paneelen, in Regalen oder Vitrinen.

Schlafzimmer mit großem Bett, weißer Bettwäsche, Holzvertäfelung an der Wand und einem schwarzen Leselicht am Bett

Küche: Arbeitsfläche, Kochen, Spüle

Empfehlung: Neutralweiß (3.500–4.000 K)
Warum: bessere Sicht auf Lebensmittel, sauberere Farbwahrnehmung, weniger „Gelbstich“ beim Arbeiten.
Unser Tipp: Für den Raum insgesamt kann warmweißes Grundlicht angenehm sein – kombiniert mit neutralweißem Arbeitslicht. Für Küchenlösungen: Küche anfertigen lassen

Ankleide & Kleiderschrank (Innenbeleuchtung)

Empfehlung: Neutralweiß (3.500–4.000 K)
Warum: Farben von Kleidung wirken realistischer, Details sind besser erkennbar.
Praktisch: Türsensor oder Bewegungsmelder, damit Licht automatisch angeht.

Badmöbel & Spiegelbereich

Empfehlung: Neutralweiß (ca. 4.000 K)
Warum: sehr gute Sicht beim Rasieren/Make-up, natürliche Farbwiedergabe.
Optional: Warmweißes Ambientelicht (2.700–3.000 K) für entspannte Stimmung am Abend.

Homeoffice / Schreibtisch / Arbeitsplatz

Empfehlung: Neutralweiß (3.500–4.000 K)
Warum: konzentriertes Arbeiten, klare Sicht, weniger Müdigkeit als bei sehr warmem Licht.

Hauswirtschaft, Vorrat, Werkstatt, Kellerregal

Empfehlung: Kaltweiß (5.000–6.500 K) oder kräftiges Neutralweiß
Warum: maximale Sichtbarkeit und Orientierung, „funktionales“ Licht statt Atmosphäre.

Flur, Treppe, Orientierung nachts

Empfehlung: Warmweiß (2.700–3.000 K)
Warum: angenehm für die Augen, gute Orientierung ohne zu „grell“ zu sein.
Tipp: gedimmte Sockel-/Nischenbeleuchtung als Nachtlicht.

Technik-Tipps, die in Möbeln wirklich zählen

  • Farbwiedergabe (CRI): Für Küche, Ankleide und alles, wo Farben wichtig sind, lohnt sich eine hohe Farbwiedergabe (idealerweise CRI ≥ 90).
  • Blendfreiheit: Licht sollte nicht direkt in die Augen strahlen – lieber Profile/Abdeckungen oder indirekte Führung.
  • Dimmbar & Zonen: Unterschiedliche Lichtstimmungen (Arbeitslicht vs. Abendlicht) funktionieren am besten mit Dimmer oder getrennten Schaltkreisen.
  • Positionierung: Unterbauleuchten sollten die Arbeitsfläche gleichmäßig ausleuchten – ohne Schattenwurf durch den Körper.
  • Planung früh festlegen: Kabelwege, Netzteile, Schalterpositionen und Sensoren am besten direkt in der Planung berücksichtigen.

Beratung & Planung: Beleuchtung passend ins Möbel integriert

Ob Küchenunterbau, Vitrinenlicht, Schrankinnenbeleuchtung oder indirektes Licht im Wohnbereich: Wir stimmen Lichtfarbe, Position und Bedienung (Schalter, Dimmer, Sensor) auf Nutzung und Stil ab – und integrieren die Lösung sauber ins Möbelkonzept. Starten Sie mit einer Anfrage über Kontakt oder informieren Sie sich zu Maßmöbeln.

FAQ Bereich: Häufige Fragen zur Möbelbeleuchtung

Kann ich Warmweiß und Neutralweiß kombinieren?

Ja, das ist oft sogar ideal: warmweißes Grund-/Ambientelicht für Atmosphäre und neutralweißes Funktionslicht für Arbeitsbereiche.

Für Arbeitsflächen meist Neutralweiß (3.500–4.000 K). Für den Raum insgesamt kann Warmweiß gemütlicher sein – die Mischung macht’s.

Im Wohnbereich häufig ja, deshalb eher sparsam einsetzen. In funktionalen Zonen (Hauswirtschaft, Werkstatt, Vorrat) ist es dagegen sehr sinnvoll.

Beides. Kelvin bestimmt die Stimmung, Helligkeit die Nutzbarkeit. Am besten: ausreichend hell + passende Kelvin + dimmbar.

Neutralweiß mit guter Farbwiedergabe, am besten als vertikale Lichtleisten oder gut platzierte Spots – optional mit Türsensor.

Bei integrierter Beleuchtung: ja. Netzteile, Kabelwege, Profile und Schalter sollten früh feststehen – am einfachsten in der CAD-Planung.