Kiefer – Eigenschaften und Merkmale
Die heimische Kiefer, zum Baum des Jahres 2007 gewählt, gehört mit etwa 24 % Waldanteil in Deutschland zu den häufigsten Baumarten. Nach der Fichte ist sie die zweitwichtigste Holzlieferantin, sowohl hinsichtlich der Waldfläche als auch des Holzvorrates. Zu den verwandten Arten zählen die Schwarzkiefer (P. nigra) sowie einige Kiefernarten aus Nordamerika und Asien. Das Holz liegt in seiner Dichte und Festigkeit zwischen den leichteren Soft Pines und den schweren Hard Pines aus Nordamerika.
Farbe und Struktur
Der Splint ist hell, oft weißlich und neigt bei Lichteinfluss zu Vergilbung; bei jungen Bäumen macht er einen großen Anteil des Stammes aus. Das Kernholz ist gelblich bis rötlich-braun und dunkelt mit der Zeit nach. Durch den regelmäßigen Wechsel von hellem Frühholz und dunklem Spätholz zeigt das Holz auf tangentialen Flächen gut sichtbare Fladern und auf radialen Flächen schmale Streifen. Harzkanäle sind bei glatten Querschnitten mit der Lupe erkennbar. Frisches Kiefernholz verströmt einen deutlichen harzigen Geruch.
Gesamtcharakter
Geradfaseriges Nadelholz mit auffälliger Kernfärbung und deutlicher Struktur durch die Bänderung von Früh- und Spätholz. Es kann harzreich sein, besonders in Rotholzbereichen.
Besonderheiten
Druckholz, Kienholz oder Harzgallen können auftreten, die während des Wachstums oder durch Harzanreicherung entstehen.
Trocknung
Kiefernholz weist mittlere Schwindwerte auf, wodurch das Stehvermögen in der Regel gut ist. Die technische Trocknung ist unkompliziert, sollte aber nicht zu schnell erfolgen, um Risse im Splint zu vermeiden.
Bearbeitbarkeit
Das Holz lässt sich leicht sägen, hobeln, schleifen, messern und schälen. Bei harzreichen Partien kann das Werkzeug schnell verharzen. Nägel, Schrauben und Leimverbindungen halten gut.
Oberflächenbehandlung
Nach Entfernung überschüssiger Harzstellen lässt sich Kiefernholz gut beizen, lackieren oder lasieren. Wasserlagerung kann im Splintholz zu Fleckenbildung führen, beeinträchtigt die Bearbeitung aber kaum.
Natürliche Dauerhaftigkeit
Kiefernholz ist nur mäßig natürlich dauerhaft. Das Kernholz hält deutlich besser als das Splintholz, insgesamt ist Kiefer aber im Außenbereich ohne geeigneten Holzschutz bzw. konstruktiven Wetterschutz nicht dauerhaft und neigt bei Feuchte zu Pilzbefall.
Verwendung
Kiefer wird häufig im Innenausbau und Möbelbau eingesetzt (z. B. Regale, Verkleidungen, Türen), außerdem für Konstruktionsholz, Leimholz, Paneele sowie Verpackungen. Im Außenbereich findet man Kiefer oft imprägniert, z. B. für Zäune, Terrassenunterkonstruktionen oder Gartenholz.
Alternativen
Als Alternative eignen sich für innen z. B. Fichte/Tanne (ähnlich, oft günstiger) oder Lärche (robuster). Für außen sind natürlich dauerhaftes Holz wie Lärche, Douglasie, Robinie oder Eiche sowie thermisch behandelte Hölzer (Thermoholz) oder langlebige Holzwerkstoffe je nach Einsatz eine gute Option.
Darum passt Kiefer in unserer Schreinerei in Schongau so gut zu wohnlichen Projekten
Kiefer strahlt sofort Gemütlichkeit aus: warm, lebendig und mit einem Holzbild, das „natürlich“ wirkt. Je nach Oberfläche kann sie von modern-hell bis rustikal reichen – und bleibt dabei immer freundlich. In unserer Schreinerei in Schongau setzen wir Kiefer gern ein, wenn ein Raum Wärme bekommen soll und das Holz als sichtbares Gestaltungselement wirken darf.