Hainbuche – Eigenschaften und Merkmale

Die Hainbuche (Gattung Carpinus) umfasst rund 40 Arten, von denen die meisten in Ostasien, insbesondere in China, vorkommen. Wirtschaftlich relevant ist vor allem das Holz der wenigen europäisch heimischen Arten, das meist aus Naturbeständen stammt.

Nahaufnahme von Hainbuchenholz mit heller, gleichmäßiger Farbton-Struktur und feiner, natürlicher Holzmaserung.
Hainbuche

Farbe und Struktur

Hainbuchenholz zeigt kaum einen Unterschied zwischen Splint- und Kernholz. Es ist durchgehend gelblich-weiß bis hellgrau und vergilbt mit der Zeit unter Lichteinfluss. Bei älteren Stämmen kann das Kernholz bräunlich gefärbt sein. Charakteristisch sind die großen zusammengesetzten Holzstrahlen, die auf tangentialen Flächen zu hohen Spindeln und auf radialen Flächen zu markanten Spiegeln führen. Die Jahresringgrenzen sind meist nur schwach ausgeprägt und leicht wellig.

Schwarz-weiße Zeichnung eines Heinbuchenbaums mit dichtem, rundem Blätterdach und sichtbarem Stamm

Gesamtcharakter

Das Holz wirkt insgesamt hell, kompakt und feinporig, mit einer nur schwach ausgeprägten, aber dekorativen Struktur durch die großen Holzstrahlen.

Trocknung

Die Hainbuche trocknet relativ zügig, neigt dabei jedoch stark zu Rissen. Schnittflächen sollten deshalb bei Freilufttrocknung versiegelt werden. Technische Trocknung erfordert besondere Sorgfalt, da Schwindung und Spannungen auftreten können.

Bearbeitbarkeit

Hainbuche ist sehr hart, zäh und schwer, lässt sich aber mit etwas Mühe sauber hobeln, bohren, schleifen, fräsen und drechseln. Spannungsrisse beim Sägen sind möglich. Das Holz ist extrem stoßfest, schwer spaltbar, aber gut biegbar. Schrauben und Nägel benötigen Vorbohrungen, Verleimung funktioniert problemlos. Oberflächen lassen sich nach Belieben beizen oder lackieren, sowohl transparent als auch deckend.

Natürliche Dauerhaftigkeit

Das Holz ist nicht dauerhaft gegen Pilze oder Insektenbefall.

Verwendungsbereiche

Traditionell wurde Hainbuche dort eingesetzt, wo höchste Härte, Zähigkeit, Stoß- und Reibfestigkeit gefragt waren: Hobelsohlen, Werkbänke, Dreh- und Schnitzwerkzeuge, Zollstöcke, Stellmacherei und Kegel. Heute nutzt man das Holz vor allem in der Textilindustrie (z. B. Webschützen), im Klavierbau (Mechanik), in Fleischereien und Großküchen (Hackklötze), in der Schuhindustrie (Leisten, Stifte) sowie im Sportgerätebau (Billiardqueues, Schlittenkufen).

Anmerkungen

Die Hainbuche ist nicht eng mit der Rotbuche verwandt. Holz mit ähnlichen Eigenschaften liefern auch Hopfenbuchen (Ostrya), die jedoch wirtschaftlich eine untergeordnete Rolle spielen.

Weshalb Hainbuche in unserer Schreinerei in Schongau für „extra robust“ steht

Hainbuche ist extrem hart und wirkt gleichzeitig hell und modern – eine Kombination, die bei stark beanspruchten Möbelteilen richtig Sinn macht. Die Oberfläche kann sehr sauber und puristisch wirken, was gut zu klaren Designs passt. In unserer Schreinerei in Schongau empfehlen wir Hainbuche gern, wenn strapazierfähige Lösungen gefragt sind, die trotzdem elegant aussehen sollen.

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