Gartenmöbel aus Holz richtig reinigen und pflegen

So bleiben Holztische, Bänke und Stühle im Außenbereich lange schön

Gartenmöbel aus Holz sind Sonne, Regen, Feuchtigkeit und wechselnden Temperaturen ausgesetzt. Dadurch verändert sich die Oberfläche stärker als bei Möbeln im Innenbereich.

Für die richtige Pflege ist deshalb entscheidend, welche Holzart und welche Oberflächenbehandlung vorhanden sind. Leichte Verschmutzungen sollten regelmäßig entfernt werden, das Holz nach einer feuchten Reinigung vollständig trocknen und eine Nachpflege nur mit einem Produkt erfolgen, das zum vorhandenen Oberflächensystem passt.

Gartenmöbel aus Holz pflegen

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Losen Schmutz und Staub zunächst trocken und schonend entfernen.
  • Bei Bedarf mit Wasser und einem für Außenholz geeigneten Reiniger säubern.
  • Gartenmöbel nach der Reinigung vollständig trocknen lassen.
  • Vergrauung ist bei Holz im Außenbereich eine natürliche optische Veränderung.
  • Nachpflege immer nach Holzart, vorhandenem Oberflächensystem und tatsächlichem Zustand auswählen.
  • PNZ- und Osmo-Produkte nicht beliebig miteinander kombinieren, sondern möglichst im bestehenden Pflegesystem bleiben.

Gartenmöbel aus Holz im Alltag reinigen

Blätter, Staub, Pollen und andere lose Verschmutzungen können zunächst mit einem weichen Tuch oder einer weichen Bürste entfernt werden.

Bei stärkerer Verschmutzung empfiehlt sich ein Reinigungsprodukt, das ausdrücklich für Holz im Außenbereich geeignet ist.

PNZ führt beispielsweise einen Gartenholzreiniger, der für Gartenhölzer entwickelt wurde und unter anderem atmosphärische Verschmutzungen, Algen, Vergrauungen sowie Fett und Öl entfernen soll. Das Produkt wird entsprechend der Herstellerangaben und je nach Verschmutzung eingesetzt.

Auch der Osmo Holzterrassen-Reiniger ist laut Hersteller nicht nur für Holzterrassen, sondern ausdrücklich auch für Gartenmöbel aus Holz geeignet.

Welcher Reiniger sinnvoll ist, hängt deshalb auch davon ab, welches Pflegesystem bereits auf dem Möbel vorhanden ist.

Vergrautes Holz – Schaden oder natürliche Veränderung?

Holz im Außenbereich verändert durch Witterung und UV-Einstrahlung mit der Zeit seine Farbe. Die ursprüngliche warme Holzfarbe kann zurückgehen und eine graue Patina entstehen.

Diese Vergrauung bedeutet nicht automatisch, dass das Gartenmöbel beschädigt ist.

Wenn die graue Optik gefällt, muss sie nicht allein aus optischen Gründen entfernt werden.

Soll dagegen der ursprüngliche Holzcharakter wieder stärker sichtbar werden, gibt es dafür spezielle Herstellerprodukte. Osmo bietet beispielsweise das Holz-Entgrauer Kraft-Gel zur Reinigung und Auffrischung vergrauten Holzes an und nennt Gartenmöbel ausdrücklich als geeignete Anwendung. Nach dem Entgrauen kann das Holz passend zum vorhandenen System wieder behandelt werden.

Auch hier gilt: Nicht jedes vergraute Möbel muss automatisch entgraut und neu geölt werden.

Wann sollten Gartenmöbel nachgepflegt werden?

Einen festen Pflegekalender würden wir nicht vorgeben.

Wie schnell eine Holzoberfläche Nachpflege benötigt, hängt unter anderem von Holzart, Standort, Bewitterung, Nutzung und vorhandener Oberflächenbehandlung ab.

Achten Sie deshalb auf den tatsächlichen Zustand. Eine Auffrischung kann sinnvoll werden, wenn beispielsweise:

  • die Oberfläche zunehmend trocken oder ausgebleicht wirkt,
  • stärker beanspruchte Bereiche sichtbar ungleichmäßig werden,
  • der ursprüngliche Farbton erhalten werden soll,
  • oder die Pflegeanleitung des verwendeten Herstellers eine Nachbehandlung vorsieht.

Auch PNZ empfiehlt bei seinem Gartenholzpflege-Öl eine Auffrischung ausdrücklich nach Bedarf und nicht nach einem allgemeinen starren Zeitplan.

Gartenmöbel mit PNZ pflegen

Bei Gartenmöbeln verwenden wir je nach Holzart und vorhandener Oberfläche geeignete Produkte von PNZ.

Dabei gibt es nicht das eine PNZ-Öl für jedes Gartenmöbel.

Das PNZ Gartenholzpflege-Öl ist beispielsweise für imprägnierte und insbesondere kesseldruckimprägnierte Gartenhölzer und Gartenmöbel vorgesehen. PNZ beschreibt es als Farbauffrischer und Pflege für entsprechend behandelte Außenhölzer. Vor der Verarbeitung muss das Holz sauber, staub- und fettfrei sowie trocken sein.

Für andere Holzarten führt PNZ eigene Systeme. Das Bangkirai-Öl ist beispielsweise für verschiedene Exotenhölzer sowie Robinie, Eiche und Thermoholz vorgesehen und eignet sich laut Hersteller auch für Gartenmöbel. Für Garapa, Douglasie und Thermoholz gibt es wiederum entsprechend abgestimmte Produkte.

Deshalb sollte vor dem Nachölen zunächst feststehen, welche Holzart und welches bisherige Pflegesystem vorhanden sind.

PNZ Gartenholzpflege-Öl ansehen

Gartenmöbel mit Osmo pflegen

  • Reinigen und trocknen (siehe oben)

  • Leicht anschleifen (Körnung 120–180)
    Nur sanft, in Faserrichtung. Ziel: Oberfläche öffnen und egalisieren, nicht „Material abtragen“.

  • Staub gründlich entfernen
    Mit Pinsel/Tuch – Staub im Öl macht die Oberfläche rau.

  • Öl dünn auftragen
    Mit Tuch oder Pinsel gleichmäßig verteilen. Weniger ist mehr.

  • Einziehen lassen (Herstellerangaben beachten)

  • Überschuss abnehmen
    Sehr wichtig: Öl, das stehen bleibt, wird klebrig und bindet Schmutz.

Pflege-Intervall - Praxiswert:

Auch Osmo bietet ein abgestimmtes System zur Reinigung, Auffrischung und Pflege von Gartenmöbeln aus Holz.

Das Osmo Gartenmöbel-Pflegeset ist speziell für Holz im Außenbereich gedacht und wird besonders für Garten- und Terrassenmöbel sowie für Teak und viele andere Harthölzer empfohlen. Zum System gehören unter anderem Holz-Entgrauer Kraft-Gel und Teak-Öl.

Osmo beschreibt das Teak-Öl dabei als wasser- und schmutzabweisende Pflege für Gartenmöbel und Terrassen. Für die normale Reinigung steht außerdem der Holzterrassen-Reiniger zur Verfügung, der ausdrücklich auch für Gartenmöbel geeignet ist.

Bei vorhandenen Osmo-Oberflächen sollten deshalb die Verarbeitungshinweise des jeweiligen Osmo-Systems beachtet werden.

Osmo Gartenmöbel-Pflegeset ansehen

PNZ und Osmo nicht einfach miteinander mischen

Beide Hersteller bieten hochwertige Systeme für Außenholz an – dennoch sollten die Produkte nicht beliebig übereinander verwendet werden.

Wenn bekannt ist, mit welchem Produkt das Gartenmöbel ursprünglich behandelt wurde, ist es sinnvoll, auch bei Reinigung und Nachpflege möglichst innerhalb dieses Systems weiterzuarbeiten.

Bei unbekannter Oberfläche sollte zuerst geprüft werden:

  • Welche Holzart liegt vor?
  • Ist das Holz geölt, lasiert oder anderweitig behandelt?
  • Welche Altbeschichtung ist noch vorhanden?
  • Soll lediglich gereinigt oder auch die Oberfläche aufgefrischt werden?

Erst danach sollte ein entsprechendes Pflegeprodukt ausgewählt werden.

Lasur auffrischen – so geht’s

Nicht auf feuchtem Holz nachölen.
Die Hersteller verlangen für ihre Pflegeanstriche einen ausreichend trockenen und sauberen Untergrund.

Keine beliebigen Holzöle verwenden.
Ein Öl für Möbel im Innenbereich ist nicht automatisch für dauerhaft bewitterte Gartenmöbel geeignet.

Nicht unnötig stark scheuern.
Die Reinigung soll Schmutz entfernen und nicht die Holzoberfläche mechanisch verändern.

Keine verschiedenen Pflegesysteme auf Verdacht kombinieren.
Vor einer Nachpflege sollte möglichst bekannt sein, welche Behandlung bereits vorhanden ist.

Keine Vergrauung automatisch als Schaden ansehen.
Eine graue Patina gehört bei vielen bewitterten Holzoberflächen zur natürlichen optischen Veränderung. Soll der ursprüngliche Farbton zurückkehren, sollte dafür ein dafür vorgesehenes System verwendet werden.

Keine festen Pflegeintervalle erzwingen.
Der tatsächliche Zustand der Oberfläche ist wichtiger als ein Kalender.

Welche Pflege passt zu Ihren Gartenmöbeln?

Holzart und Oberflächenbehandlung entscheiden gemeinsam darüber, wie ein Gartenmöbel gepflegt werden sollte.

Ein Teakmöbel kann eine andere Behandlung benötigen als ein Möbel aus Lärche, Eiche oder Bangkirai. Ebenso macht es einen Unterschied, ob das Holz bereits mit PNZ, Osmo oder einem anderen System behandelt wurde.

Mehr über Holz und unterschiedliche Oberflächen finden Sie auch in unserem Bereich Materialien und Oberflächen. 

Weitere Hinweise zur Reinigung und Pflege anderer Holz- und Möbeloberflächen finden Sie in unseren Pflegeanleitungen.

Häufige Fragen zur Pflege von Gartenmöbeln aus Holz

Wie oft sollte ich Gartenmöbel aus Holz nachölen?

Dafür gibt es keinen allgemeinen festen Zeitraum. Holzart, Standort, Bewitterung und vorhandenes Pflegesystem bestimmen, wann eine Auffrischung sinnvoll ist. PNZ empfiehlt beispielsweise bei seinem Gartenholzpflege-Öl eine Auffrischung nach Bedarf.

Nicht allein wegen der grauen Farbe. Vergrauung ist bei bewittertem Holz eine natürliche optische Veränderung. Wenn der ursprüngliche Holzton wieder stärker sichtbar werden soll, kann ein dafür vorgesehenes Entgrauungs- und Pflegesystem eingesetzt werden. Osmo bietet dafür beispielsweise das Holz-Entgrauer Kraft-Gel an.

Nein, das würde wir nicht pauschal empfehlen. Hersteller wie PNZ bieten unterschiedliche Produkte passend zu Holzart und Anwendung an. Deshalb sollte zuerst geprüft werden, aus welchem Holz das Möbel besteht und welche Behandlung bereits vorhanden ist.

Nicht ohne vorherige Prüfung. Wenn das vorhandene Oberflächensystem bekannt ist, sollte die Nachpflege möglichst innerhalb dieses Systems erfolgen. Bei einem Wechsel muss zuerst geklärt werden, ob Altbeschichtung, Untergrund und neues Produkt miteinander verträglich sind.