Bestmöglicher Schatten für eine großzügige Terrasse
Bei diesem Privathaus in Penzberg sollte die Terrasse möglichst lange am Tag angenehm beschattet werden. Gewünscht war Schatten von etwa 9 bis 19 Uhr – über einer weitläufigen Fläche mit Esstisch, Sitzplätzen und großen Glasfronten.
Ein Sonnensegel kann den Lauf der Sonne allerdings nicht anhalten. Durch die Größe und Ausrichtung der Terrasse, die vorhandenen Gebäude sowie die möglichen Befestigungspunkte war eine durchgehend vollständige Beschattung technisch nicht erreichbar.
Unsere Aufgabe bestand deshalb darin, den bestmöglichen Schattenverlauf unter den vorhandenen Bedingungen zu planen. Entstanden ist ein elektrisches aufrollbares Sonnensegel nach Maß mit rund 47 Quadratmetern Segelfläche, automatischer Steuerung und individuell abgestimmten Befestigungen.
Die Ausgangssituation: eine lange Terrasse mit wechselndem Sonnenstand
Die Terrasse zieht sich über einen großen Teil des Hauses. Je nach Tageszeit wandert die Sonne über den Garten und trifft dabei aus unterschiedlichen Richtungen auf den Sitz- und Essbereich.
Der Kundenwunsch war verständlich: Die Terrasse sollte möglichst vom Vormittag bis in den Abend hinein genutzt werden können, ohne ständig in der direkten Sonne zu sitzen.
Dabei ging es nicht einfach darum, ein möglichst großes Segel aufzuspannen. Wie bei jedem individuell geplanten Sonnenschutz im Außenbereich musste zuerst geklärt werden, wo der Schatten zu den verschiedenen Tageszeiten tatsächlich ankommt.
Schattenplanung für Vormittag, Mittag und Nachmittag
Für die Planung bildeten wir das Haus, die Terrasse, den Garten und die vorgesehenen Befestigungspunkte in einer Visualisierung ab. Anschließend betrachteten wir den Schattenverlauf beispielhaft am Vormittag, zur Mittagszeit und am Nachmittag.
Die Darstellungen für etwa 9, 13 und 16 Uhr zeigten, wie stark sich die Schattenfläche im Laufe eines Sommertages verschiebt. Dadurch konnten die Positionen der Droppoles und der beiden gebäudeseitigen Befestigungen aufeinander abgestimmt werden.
Trotz sorgfältiger Planung ließ sich nicht zu jeder Uhrzeit die gesamte Terrasse beschatten. Gebäude, Sonnenstand, Segelform und technisch mögliche Befestigungspunkte setzen natürliche Grenzen. Das Ziel war deshalb keine unrealistische Vollbeschattung, sondern die größtmögliche nutzbare Schattenfläche innerhalb dieser Grenzen.
Warum ein elektrisch aufrollbares Sonnensegel gewählt wurde
Für dieses Projekt kam ein Soliday System C 2P mit einem 7-Meter-Aufrollsystem zum Einsatz.
Anders als feste Sonnensegel nach Maß kann das Segel bei Bedarf ausgerollt und anschließend wieder eingefahren werden. Dadurch bleibt die Terrasse flexibel nutzbar: mit großflächigem Schatten an sonnigen Tagen und mit freiem Blick nach oben, wenn keine Beschattung gewünscht ist.
Die Bedienung erfolgt elektrisch. Zusätzlich übernimmt ein Sonnen- und Windwächter einen Teil der Steuerung. Bei entsprechender Sonneneinstrahlung kann das Segel automatisch ausfahren. Wird der eingestellte Windwert erreicht, fährt die Anlage wieder ein. Eine manuelle Bedienung über den Funkhandsender bleibt ebenfalls möglich.
Austrosail Nano in Offwhite
Das maßgefertigte Sonnensegel besteht aus Austrosail Nano in der Farbe Offwhite 936170. Die Segelfläche beträgt rund 47,14 Quadratmeter.
Der helle Farbton nimmt sich vor der weißen Fassade und dem bepflanzten Garten optisch zurück. Gleichzeitig entsteht unter dem ausgerollten Segel eine großzügige, zusammenhängende Schattenfläche.
Vier Befestigungspunkte für die vorhandene Gebäudesituation
Die Größe des Sonnensegels erforderte vier sorgfältig geplante Befestigungspunkte. Dafür wurden drei schwarze Aluminium-Droppoles und eine Deckenbefestigung eingesetzt.
Zwei Droppoles auf Schraubfundamenten
Zwei der freistehenden Droppoles wurden auf Schraubfundamenten KSF E mit einer Länge von 1.400 Millimetern montiert.
Die genaue Position der beiden Masten ergab sich aus der geplanten Segelform, dem Schattenverlauf und den vorhandenen Flächen im Garten. Über die Schraubfundamente konnten die Droppoles an den vorgesehenen Stellen sicher aufgenommen und anschließend ausgerichtet werden.
Deckenbefestigung durch den Vollwärmeschutz
Ein weiterer Befestigungspunkt befindet sich an der Unterseite des auskragenden Gebäudeteils.
Da die Decke mit einem Vollwärmeschutz versehen ist, durfte die Befestigung nicht nur in der Dämmschicht sitzen. Die Edelstahlhalterung wurde deshalb durch den Vollwärmeschutz hindurch im tragfähigen Stahlbeton der Decke verankert.
Droppole an der Garage und hinter der Hecke
Der dritte Droppole wurde seitlich an der Garage befestigt. Zwei Wandhalter verbinden ihn mit der massiven Konstruktion.
Seine Position wurde bewusst im Bereich der vorhandenen Hecke gewählt. Dadurch steht der schwarze Mast nicht frei im Vordergrund, sondern tritt zwischen Garage und Bepflanzung optisch zurück.
Dieses Detail zeigt gut, dass eine technische Lösung nicht nur funktionieren muss. Sie sollte sich auch möglichst ruhig in den Garten und die vorhandene Architektur einfügen.
Sonnen- und Windwächter für die automatische Steuerung
Am oberen Ende eines Droppoles befindet sich der Sonnen- und Windwächter. Er erfasst die entsprechenden Wetterbedingungen und gibt die Signale an die Steuerung des Sonnensegels weiter.
Den elektrischen Anschluss übernahm ein von der Kundschaft beauftragter Elektriker. Nach dem Anschluss stellten wir die Endlagen des Motors ein und programmierten die Funktionen für Sonne und Wind.
Damit waren die Zuständigkeiten klar verteilt: Der Elektriker übernahm den Stromanschluss, wir die Einstellung und Programmierung der Sonnensegelanlage.
Planung, Montage und Programmierung aus einer Hand
Unser Leistungsumfang umfasste die Planung des Sonnensegels, die Visualisierung des Schattenverlaufs, die Festlegung der Befestigungspunkte und die Montage der gesamten Anlage.
Am Montagetag waren drei Personen aus unserem Team im Einsatz. Innerhalb eines Tages wurden die Schraubfundamente und Droppoles gesetzt, die Befestigungen an Garage und Stahlbetondecke montiert und das Sonnensegel eingebaut.
Nach dem elektrischen Anschluss folgten die Einstellung der Endlagen sowie die Programmierung des Sonnen- und Windwächters.
Das Ergebnis: viel Schatten, aber keine unrealistischen Versprechen
Das aufrollbare Sonnensegel beschattet einen großen Teil der Terrasse und schafft über dem Ess- und Aufenthaltsbereich eine zusammenhängende Schattenfläche.
Eine vollständige Beschattung der gesamten Terrasse von 9 bis 19 Uhr war aufgrund des wechselnden Sonnenstands, der Gebäudesituation und der technisch möglichen Befestigungspunkte nicht erreichbar. Das wurde bereits während der Planung sichtbar.
Gerade deshalb war die Visualisierung wichtig. Sie machte deutlich, was machbar ist und wo natürliche Grenzen bleiben. Statt mehr zu versprechen, als die Anlage später leisten kann, wurde das Sonnensegel auf den bestmöglichen Schatten unter den vorhandenen Bedingungen ausgerichtet.
Durch den elektrischen Antrieb, den Funkhandsender sowie die automatische Sonnen- und Windsteuerung lässt sich die große Anlage komfortabel nutzen und bei Bedarf wieder vollständig einrollen.
Das Projekt im Überblick
| Merkmal | Ausführung |
|---|---|
| Projektort | Penzberg |
| Lösung | Elektrisch aufrollbares Soliday-Sonnensegel |
| System | Soliday System C 2P mit 7-Meter-Aufrollsystem |
| Segelfläche und Tuch | Rund 47,14 m², Austrosail Nano in Offwhite |
| Steuerung | Funkmotor, Handsender sowie Sonnen- und Windwächter |
| Befestigung | Zwei Schraubfundamente, Deckenbefestigung im Stahlbeton und ein Droppole an der Garage |
| Unser Leistungsumfang | Planung, Schattenvisualisierung, Montage, Einstellung und Programmierung |
| Montageaufwand | Drei Personen, ein Arbeitstag |
Welche Beschattung passt zur eigenen Terrasse?
Ob ein festes, aufrollbares oder elektrisch gesteuertes Sonnensegel sinnvoll ist, hängt nicht allein von der Größe der Terrasse ab. Sonnenverlauf, Nutzungszeiten, Befestigungsmöglichkeiten, Windverhältnisse und die vorhandene Architektur müssen zusammen betrachtet werden.
Eine erste Orientierung bietet unser Ratgeber Markise oder Sonnensegel – was passt besser?
Weitere umgesetzte Lösungen aus Schongau und der Region finden Sie unter Referenzen und Ratgeber.
Aufrollbares Sonnensegel für Ihre Terrasse planen
Sie möchten Ihre Terrasse möglichst lange am Tag beschatten und dabei flexibel bleiben? Wir prüfen die vorhandene Situation, betrachten den Sonnenverlauf und planen Befestigungspunkte, Segelform und Bedienung passend zu Ihrem Gebäude.
Auch bei Vollwärmeschutz, großen Spannweiten oder Befestigungspunkten, die sich möglichst unauffällig in den Garten einfügen sollen, suchen wir nach einer nachvollziehbaren Lösung. Über unsere Kontaktseite können Sie uns erste Fotos, Maße und eine kurze Beschreibung Ihrer Terrasse senden.


