Bestmöglicher Schatten für eine Terrasse in Hanglage
Für diese Terrasse in Bernbeuren war möglichst viel Schatten ab dem frühen Nachmittag gewünscht. Gleichzeitig musste sich die Beschattung an das vorhandene Wohnhaus, die massiven Holzbalkonstützen und die besondere Hanglage mit Natursteinmauer anpassen.
Nach einer persönlichen Beratung vor Ort planten wir ein aufrollbares Sonnensegel nach Maß. Der Kunde entschied sich bewusst für eine manuelle Ausführung. Das Segel wird mit einer Kurbelwinsch ausgefahren und mithilfe des integrierten Federzugs wieder eingerollt.
Die Ausgangssituation: eine tiefer liegende Terrasse mit Nachmittagssonne
Die Terrasse liegt unmittelbar am Wohnhaus und wird auf einer Seite von einer Natursteinmauer begrenzt. Das Gelände steigt hinter der Mauer deutlich an. Oberhalb der Terrasse befinden sich außerdem ein Balkon und massive Holzbalkonstützen.
Gewünscht war eine Beschattung, die vor allem ab etwa 13:30 Uhr bis zum Abend wirksam ist. Die Terrasse sollte in diesem Zeitraum möglichst viel Schatten erhalten, ohne dass dafür eine dauerhaft geschlossene Überdachung notwendig wird.
Eine Standardlösung wäre für diese Gebäudesituation nicht passend gewesen. Befestigungshöhen, Segelverlauf und Bedienung mussten gemeinsam geplant werden.
Schattenplanung vom frühen Nachmittag bis zum Abend
Bei einem Sonnensegel entscheidet nicht allein die Segelgröße über das Ergebnis. Wichtig ist, wohin der Schatten zu den gewünschten Nutzungszeiten fällt.
Deshalb bezogen wir das Wohnhaus, die Balkonstützen, die tiefer liegende Terrasse, die Natursteinmauer und das ansteigende Gelände gemeinsam in die Planung ein. Die beiden äußeren Masten wurden oberhalb der Mauer positioniert. Durch diese erhöhte Lage ließ sich eine günstigere Segelgeometrie und damit eine bessere Beschattung der Terrasse erreichen.
Auch ohne eine noch vorhandene Visualisierung zeigt das fertige Ergebnis gut, wie die unterschiedlichen Höhen für den Segelverlauf genutzt wurden.
Warum ein manuell aufrollbares Sonnensegel gewählt wurde
Der Kunde wünschte ausdrücklich eine manuelle Bedienung. Ausgeführt wurde deshalb ein viereckiges Soliday System XS mit Kurbelwinsch und integriertem Federzug.
Das Segel kann ausgefahren werden, wenn auf der Terrasse Schatten benötigt wird. Bei Nichtgebrauch lässt es sich wieder auf die Welle zurückführen. Damit bleibt die Terrasse flexibel nutzbar, ohne dass ein elektrischer Antrieb erforderlich ist.
Austrosail NANO in Betongrau
Verwendet wurde ein Austrosail-NANO-Tuch in Betongrau. Die ruhige Farbe passt zum Wohnhaus, den grauen Geländerelementen und der ländlichen Umgebung.
Das Sonnensegel besitzt eine Fläche von ungefähr 29 Quadratmetern. Die Welle ist etwa 5,34 Meter lang, der Auszug beträgt ungefähr 5,78 Meter. Damit kann ein großer Teil der Terrasse überspannt werden.
Wer noch nicht sicher ist, welches System für den eigenen Außenbereich sinnvoll ist, findet in unserem Ratgeber Markise oder Sonnensegel eine ehrliche Gegenüberstellung.
Vier Befestigungspunkte für Haus und Hanglage
Für die viereckige Segelform wurden zwei Befestigungspunkte am Wohnhaus und zwei äußere Befestigungspunkte im Gelände benötigt.
Befestigung an den massiven Holzbalkonstützen
Auf der Hausseite wurde die Aufrollwelle direkt an den vorhandenen massiven Holzbalkonstützen befestigt. So konnte die bestehende Holzkonstruktion sinnvoll in die Planung einbezogen werden.
Die Positionen wurden passend zur Wellenlänge und zum gewünschten Verlauf des Sonnensegels festgelegt. Dabei mussten sowohl die Zugrichtung als auch die unterschiedlichen Höhen zwischen Balkon, Terrasse und Gelände berücksichtigt werden.
Zwei Aluminiummasten auf bauseitigen Fundamenten
Die beiden Betonfundamente für die äußeren Aluminiummasten wurden vom Hauseigentümer nach unserer Planung erstellt. Die Positionen und erforderliche Ausführung waren vorab festgelegt.
Bei der Montage befestigten wir die Bodenkonsolen mit Multi-Monti-Schrauben auf den vorbereiteten Fundamenten. Die beiden kurzen Aluminiummasten stehen oberhalb der Natursteinmauer. Ihre erhöhte Position verbessert die Seilführung und ermöglicht mehr Schatten auf der tiefer liegenden Terrasse.
Die Fundamente waren damit eine klar vereinbarte Eigenleistung des Kunden. Planung, Lieferung und Montage der Sonnensegelanlage kamen von uns.
Kurbelwinsch und Federzug für die manuelle Bedienung
Zum Ausfahren wird das Sonnensegel mit der Kurbelwinsch über die Terrasse gezogen und anschließend gesichert.
Soll das Segel wieder eingefahren werden, wird die Sail-Sicherung geöffnet. Der in der Anlage integrierte Federzug zieht das Tuch daraufhin zurück auf die Welle. Dadurch lässt sich das große Sonnensegel manuell bedienen, ohne dass ein Stromanschluss oder elektrischer Antrieb benötigt wird.
Die Bedienung unterscheidet sich damit bewusst von unserem elektrisch aufrollbaren Sonnensegel in Penzberg. Beide Systeme können sinnvoll sein – entscheidend sind die Wünsche des Kunden und die Situation vor Ort.
Beratung, Planung und Montage aus einer Hand
Wir begleiteten das Projekt von der ersten Beratung vor Ort über das Aufmaß und die Planung bis zur Bestellung und Montage.
Die beiden bauseitigen Fundamente waren bei Montagebeginn bereits entsprechend unserer Planung vorbereitet. Dadurch konnten die Bodenkonsolen, Aluminiummasten, Aufrollwelle und Seilführungen ohne besondere Schwierigkeiten montiert werden.
Zwei Monteure waren dafür ungefähr sieben Stunden vor Ort. Nach der Befestigung wurde das Sonnensegel gespannt, die Bedienung eingerichtet und die Funktion von Kurbelwinsch, Sail-Sicherung und Federzug geprüft.
Das Ergebnis: geplanter Schatten ab dem frühen Nachmittag
Das gewünschte Ergebnis wurde erreicht. Die Terrasse erhält ab etwa 13:30 Uhr bis zum Abend die geplante Beschattung.
Durch die erhöht angeordneten Aluminiummasten konnte die besondere Hanglage sinnvoll genutzt werden. Gleichzeitig bleibt die Terrasse flexibel: Wird kein Schatten benötigt, lässt sich das Segel wieder aufrollen.
Das betongraue Tuch fügt sich ruhig in das Wohnhaus und die Umgebung ein. Die Anlage ist deutlich sichtbar, wirkt durch ihre schlichte Farbgebung aber nicht unnötig dominant.
Das Projekt im Überblick
- Standort: Bernbeuren
- Bereich: Terrasse eines privaten Wohnhauses
- System: manuell aufrollbares Soliday System XS
- Segelform: Viereck
- Tuch: Austrosail NANO in Betongrau
- Segelfläche: ungefähr 29 Quadratmeter
- Bedienung: Kurbelwinsch und integrierter Federzug
- Hausbefestigung: direkt an massiven Holzbalkonstützen
- Außenbefestigung: zwei Aluminiummasten mit Bodenkonsolen
- Fundamente: vom Hauseigentümer nach unserer Planung erstellt
- Befestigung der Konsolen: mit Multi-Monti-Schrauben
- Montage: zwei Monteure, ungefähr sieben Stunden
- Leistung: Vor-Ort-Beratung, Aufmaß, Planung, Bestellung und Montage
Welche Beschattung passt zur eigenen Terrasse?
Ob ein festes Sonnensegel, eine manuell oder elektrisch aufrollbare Ausführung oder eine Markise besser passt, hängt von der Gebäudesituation und der gewünschten Nutzung ab.
Bei einem aufrollbaren Sonnensegel bleibt die Fläche flexibel. Das Tuch kann ausgefahren werden, wenn Schatten benötigt wird, und bei Nichtgebrauch wieder auf der Welle verschwinden. Eine feste Ausführung kann sinnvoll sein, wenn eine saisonal dauerhaft gespannte Beschattung gewünscht wird.
Einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten finden Sie bei unserem Outdoor-Sonnenschutz.
Aufrollbares Sonnensegel für Ihre Terrasse planen
Ein Sonnensegel sollte nicht nur zur Größe der Terrasse passen. Entscheidend sind der Sonnenverlauf, die vorhandenen Befestigungsmöglichkeiten und die Zeiten, zu denen der Schatten tatsächlich gebraucht wird.
Wir schauen uns die Situation vor Ort an und planen gemeinsam mit Ihnen eine Lösung, die zu Ihrem Haus, Ihrem Außenbereich und Ihrem Alltag passt.


